„Ein Haus Wie Eine Rose“

Haus aus Rosen

Auch Ihr neues Gebäude in Schanghai hat einen hohen Glasanteil. Schon ein Architekt der frühen Moderne, Mies van der Rohe, träumte davon, ein Gebäude ganz gläsern zu bauen. Also sind auch Sie ein historisierender Architekt. Wo bleibt die Jugend, der Aufbruch ins 21. Jahrhundert? Wollen Sie die klassische Moderne einfach fortsetzen? Ich hoffe, daß das Projekt der Moderne – das sich in keiner Weise nur auf Architektur beschränkt, sondern ein gesellschaftliches, kulturelles Phänomen ist – nicht endlich ist. Es ist ein Prozeß, der deren Hoffnung genährt ist, daß Emanzipation, Vernunft, wissenschaftliche Erkenntnis, Aufklärung weitergehen. Wieso sollte die Moderne nicht irgendwann genauso aufhören z. B. der Barock? Ingenhoven: Eine abgrenzbare Stil-Lösung wie Barock, Renaissance oder Klassizismus ist tatsächlich aus der mode. Deswegen definiere ich die Moderne auch nicht als reinen Baustil, sondern als Haltung zur Welt, die den neuen Zeiten nichts unversucht lassen angepaßt wird. Wir leben heute in einer Welt, in der die Ungleichzeitigkeit dramatisch ist. Wie soll ich Ihnen gleichzeitig eine stilistische Lösung für Timbuktu, für Chicago, für Schanghai und Düsseldorf, für ländliche und großstädtische, asiatische und europäische Kulturen geben?

Zwei Forscher aus Wuppertal

Zwei Forscher aus Wuppertal sind am Mittwoch mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet worden: für ein Medikament, das vor einem herpesähnlichem Virus schützt. Helga Rübsamen-Schaeff und Holger Zimmermann nahmen am Mittwochabend (28.11.2018) den Deutschen Zukunftspreis in Berlin entgegen. Den beiden Forschern und ihrem Team ist es gelungen, so die Jury, erstmals einen Wirkstoff ausfindig möglich, der effektiv vorm Humanen Cytomegalie-Virus schütze. Damit würden sich neue Perspektiven für Transplantationspatienten eröffnen. Für Patienten mit Blutkrebs ist die Transplantation von Knochenmark oft eine letzte hoffnung. Damit die Krebszellen entzweigehen, vernichten die Ärzte das körpereigene Knochenmark, damit vorübergehend auch die Immunabwehr. Das ist ein gefundenes fressen für Cytomegalie-Viren: Die Erreger sind weitverbreitet, halb kann Träger sein, meist werden sie vom Immunsystem in Schach gehalten. Sind die Abwehrkräfte aber geschwächt, können diese Viren zu schweren Infektionen oder zum Tod führen. Bisherige Arzneimittel haben starke Nebenwirkungen und können auch nicht zum vorbeugenden Schutz Verwendung finden. Diesen ermöglicht das innovative Medikament zum ersten mal. Für diese Entwicklung erhielten die Wuppertaler nun den Deutschen Zukunftspreis 2018, der mit 250.000 Euro dotiert ist.

Die Meisterprüfung erleichtert den Zugang zur selbstständigen

Die Meisterprüfung erleichtert den Zugang zur selbstständigen Berufsausübung (Handwerksberechtigung), ist aber mit Öffnungsklausel notwendig. Für Höherqualifizierungen an Kollegs, Fachhochschulen und Universitäten braucht man meistens die Berufsreifeprüfung (Österreich) , die sich aus der Lehrabschlussprüfung und vier weiteren Prüfungen zusammensetzt. Ein Tischler muss mindestens 24 Jahre alt sein, um ausbilden zu dürfen. Eidg. Fachausweis Projektleiter/in und Produktionsleiter/in Schreinerei (Berufsprüfung) (in Vorbereitung). Zur täglichen Arbeit der Tischlerin und des Tischlers gehören in großer Zahl von Handwerkzeugen, leichten Handmaschinen und schwereren Maschinen. Der Beruf des Tischlers ist eine klassische Männerdomäne . 2010 lag der Frauenanteil bei Ausbildung und Berufsausübung in den drei deutschsprachigen Ländern nicht über 10,3 Prozent. Walter Ulbricht (1893-1973; ‚erster Mann‘ in der DDR von 1949 bis 1971) war Tischler (Lehre von 1907 bis 1911). Dies wurde ominös bzw. betont, wohl um Ulbrichts Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse herauszustellen. Peter Benje: Maschinelle Holzbearbeitung. Ihre Einführung und die Auswirkungen auf Betriebsformen, Produkte und Fertigung im Tischlergewerbe während des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Peter Benje: Frühe Sägemaschinen, Möbelfabriken und Dampftischlereien in Bremen – die Einführung von Holzbearbeitungsmaschinen in das Tischlergewerbe Bremens im 19. Jahrhundert. Fritz Hellwag: Die Geschichte des deutschen Tischler-Handwerks.

Zwar hätten sie mit ansehen müssen, wie nächtlich zum 10. November 1938 ihr Eingemachtes auf die Straße flog, Scheiben und Möbel zertrümmert wurden. Aber die Heimatchronik vermerkt, fast triumphierend: „Plünderungen und Körperverletzungen kamen erst wenn“. Auf dem Zahnfleisch gehen sind auch die Kleins „umgekommen“, jedenfalls nicht in Korschenbroich, außer Mutter Julia. Die ist „rechtzeitig“ gestorben. Bundespräsident Richard von Weizsäcker am 8. Mai letzten Jahres gesagt: „Das stellt große Anforderungen an unsere Wahrhaftigkeit.“ Zu große für die meisten, nicht nur in Korschenbroich. Vergangenheit und ihre „Bewältigung“ erscheinen in der rheinischen Gemeinde vorzeigbar makellos, aber genau gesehen nur als Alibi. Ja, es gibt einen Judenfriedhof, aber nicht im Stadtplan. Ja, es gab eine Synagoge. Aber die Gedenktafel in der Mühlenstraße 34, wo sie stand, sollte es nicht geben. Und die Sport-Reise nach Israel? Israelis sind weitaus besser als „die Juden“. Warum er denn habe reden müssen, schrillt später eine Frau ins Mikrophon des WDR-Reporters Christoph Lütgert, es sei ihm doch gutgegangen?